Hitzeschutz in der Arbeitskleidung
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Mit Feuer und Flamme bei der Arbeit
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Mit Feuer und Flamme bei der Arbeit
Wo es am Arbeitsplatz heiß hergeht, tut man gut daran, wenigstens bei der Auswahl seiner Schutzkleidung kühlen Kopf zu bewahren. Damit man mit Feuer und Flamme arbeiten kann – und nicht geschädigt durch Feuer und Flamme. In vielen Bereichen der Industrie gibt es Arbeitsplätze, an denen Mitarbeiter auf Gefährdungen treffen, die mit Feuer und Hitze in Zusammenhang stehen. Zum Beispiel Tätigkeiten in Stahlwerken am Hochofen, die oft nicht nur mit direkten Flammen verbunden sind, sondern auch mit flüssigen Metallspritzern. Oder Schweißertätigkeiten in Extremsituationen wie das „Über-Kopf-Schweißen“ mit starkem Funkenflug, wie sie auf Werften vorkommen.Durch drei Normen geregelt
Die Arbeitsbekleidung ist hier häufig stärksten Beanspruchungen ausgesetzt und verlangt vom Hersteller des Textils ein hohes Maß an technischem Know-how, verbunden mit dem Streben nach maximaler Sicherheit, Qualitätsdenken und hohem Verantwortungsbewusstsein für ein Produkt mit garantierten Schutzfunktionen. Wenn man sich die Bekleidung einmal genau anschaut, so findet man im Etikett drei Kennzeichen für den Schutz gegenüber Flammen und Hitze. Es sind dies die Normen EN 531, EN 533 und EN 470.Umfassende Anforderungen
In diesen Normen werden Kriterien und Prüfungen beschrieben, wie sich zum Beispiel ein Material gegen kurzen Kontakt mit Flammen zu verhalten hat. Die wichtigsten Punkte sind hier, daß das Material nach Entfernen der Flammen nicht weiterbrennt, daß sich kein Loch bildet, dass kein brennendes oder schmelzendes Material abtropft und daß eine evtl. Nachbrenn- bzw. Nachglühzeit sehr kurz ist. Weiterhin wird der Schutz gegen einen Wärmedurchgang durch Textil beschrieben, also das Verhindern von Verbrennungen z.B. durch heiße Luft oder Gase oder durch Strahlungen oder durch das Auftreffen von flüssigen Eisen- oder Aluminiumspritzern. Auch technologische Werte des Gewebes wie Reiß- und Weiterreißkraft und die Maßänderung durch Wäschen sind reglementiert.Zubehör inklusive
Mitentscheidend für einen optimalen Schutz sind sowohl Konstruktionsmerkmale des Textils selbst (Dichte, Dicke, Oberfläche etc.) als auch die Verarbeitung im Bekleidungsteil, beginnend mit den richtigen Zutaten wie z.B. Nähgarn und Reißverschlüsse über Knöpfe bis zur geeigneten Gestaltung von Taschen. Wenn dann ein Bekleidungsteil mit geprüften und zertifizierten Eigenschaften „aus gutem Hause“ kommt, schafft das ein gutes Gefühl für das Arbeiten in gefährlichen Bereichen mit „Feuer und Flamme“.Schutz ohne Halbwertzeit
Wichtig ist, dass alle Schutzfunktionen nicht nur im Neuzustand der Bekleidung erfüllt werden, sondern auch noch nach vielen Trage- und Pflegezyklen, vor allem nach Industriewäschen. Zum Einsatz kommen für diesen Bereich der Schutzbekleidung sowohl synthetische Materialien wie Aramide oder andere Fasern mit „eingebautem Flammschutz“ als auch Naturfasern wie Baumwolle, die in speziellen, aufwendigen Ausrüstungsverfahren (z.B. Proban) die permanente, d.h. waschbeständige Schwerentflammbarkeit erhalten. Auch Mischungen natürlicher und synthetischer Fasern sind bekannt. 
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