VTH-Fachgruppe Schlauch- und Armaturentechnik (VTH 919)
Das schlägt sich auch in der Konzeption des traditionellen Jahrestreffens der VTH-Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“ nieder. Tagte das mit knapp 60 Mitgliedern größte Kompetenznetzwerk auf diesem Sektor bei seiner eigentlichen Mitgliederversammlung am zweiten Tag auch in Klausur, so gehörte der erste Tag wie schon im Vorjahr der Begegnung mit der Herstellerindustrie im Rahmen des Forums „Schlauch- und Armaturentechnik“ 2005 in Kassel.
Marktpolitische Entwicklungen und technische Innovationen
Rund 60 Teilnehmer bildeten ein beeindruckendes Auditorium, als Fachgruppen-Vorsitzender Wolfgang Luckhart (Ludwigshafen) die Referenten begrüßte, die als Vertreter namhafter Hersteller über marktpolitisch brisante Themen wie über neueste technische Entwicklungen aus dem Bereich Schlauch- und Armaturentechnik informierten.
Eines der marktpolitischen Themen packte Dipl.-Ing. Willi Emde an, Segmentleiter Industrieschläuche der ContiTech, der über die Auswirkungen der Übernahme von PHOENIX durch Continental für den Technischen Handel informierte und versicherte, die eingeführten Marken würden weitergeführt, die gewohnte Betreuung bleibe erhalten oder werde noch verbessert. „Ich verstehe die Übernahme als Chance zu einem gemeinsamen Aufbruch in eine erfolgreiche Zukunft.“
Eine neue Generation von Schnellkupplungen stellte Berthold Waldenmaier (Rectus AG) vor. Angesichts der großen Vielfalt von Kupplungsarmaturen komme der individuellen, fragebogengestützten Ermittlung der Aufgabe eine entscheidende Bedeutung zu: „Die Rahmenbedingungen im Einsatz entscheiden über Ausstattung, Material, O-Ring-Varianten oder Ventil. Nur wenn alle Parameter richtig abgedeckt sind, können wir dem Kunden auch die richtige Lösung anbieten.“
„Spannend“ wurde es beim Vortrag von Wirtsch.-Ing. Michael Zimmermann von ELAFLEX über die „Prüfung des elektrischen Widerstands beim Einsatz von Schläuchen“. Schließlich ist die fachgerechte Ableitung entstehender Spannungen insbesondere in ex-geschützten Bereichen von geradezu vitaler Bedeutung. Die dafür notwendigen Prüfungen sind eine Dienstleistung, mit der der Technische Handel einmal mehr bei seinen Industriekunden offene Türen einlaufen wird. Sein Kollege Ulf Peemöller, Verkaufsleiter ELAFLEX, machte am Beispiel von Messing-TW-Kupplungen auf die Gefahren von Imitaten aus China aufmerksam, die zwar mit der DIN 28450 gekennzeichnet, aber gegossen statt geschmiedet sind, was sich in fehlender Festigkeit und schlechterer Bruchdehnung auswirkt. Und für den Handel in solchen Fällen mit entsprechenden Produkthaftungsrisiken.
Ein Thema mit „Rückenwind“ für die letzte Referentin des Tages, Inge Meister, geschäftsführende Gesellschafterin der Fa. Guttasyn, die von der erfolgreichen PVC-Schlauch-Produktion eines deutschen Mittelständlers berichten konnte. Ein Riechvergleich zwischen zwei fast identisch aussehenden Lebensmittelschläuchen heimischer und fernöstlicher Provenienz überzeugte noch mehr als Worte. Zum Abschluß des Forums beeindruckte Inge Meister mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Standort Deutschland. „Wir haben als Unternehmer eine soziale Verantwortung gegenüber unserem Land!“ Den Technischen Händlern, die durchweg am Standort Deutschland leben und zum allergrößten Teil auch vom Geschäft an diesem Standort, sprach sie damit aus der Seele.
Foren real und virtuell
Ein Großteil der Arbeit der Fachgruppe wird ja in seinen fünf Arbeitskreisen geleistet, und so nahmen die Berichte dieser AKs auf der Mitgliederversammlung naturgemäß einen breiten Raum ein. Was in Kassel an Diskussionen aus dem Forum nicht mehr zu Ende geführt werden konnte, kann jetzt im weltweiten Netz fortgesetzt werden. Wie Günter Rhodius, Leiter des AK „Homepage und Internet“ berichtete, bietet zwischen den jährlichen realen Foren jetzt auch das virtuelle Internetforum der Fachgruppe die Möglichkeit zum Austausch – ohne Zeitbegrenzung und das ganze Jahr über. Auf dieser Internetseite wird auch der AK „Branchentrends und Marktentwicklung“ „die bisherigen Ergebnisse seiner Lieferantenbefragungen allen Mitgliedern zugänglich machen“, so AK-Leiter Peter Mühlberger.
Fachgruppe „SAT“ wie eine „Gütegemeinschaft“
Auch im zweiten Jahr nach Einführung der gemeinsam mit der BG Chemie durchgeführten Lehrgänge zum „Geprüften Fachberater Schlauch und Armaturentechnik“ konnte Christian Salge, Leiter des AK „Aus- und Weiterbildung“ von ausgebuchten Kursen berichten. Die Schulungen und das damit verbundene Zertifikat sieht Salge als besondere Chance, das Image des Händlers, der nichts weiter tut als Ankaufen, Lagern, Verkaufen, durch das „Kompetenzimage“ zu ersetzen: Vision: die Fachgruppenmitgliedschaft als Gütesiegel nach Art einer „Gütegemeinschaft“
Peter Badners berichtete aus der Arbeit des AK „Sicherer Einsatz von Schlauchleitungen für Chemie und Dampf“. Er befaßte sich vor allem mit dem mittlerweile vorliegenden neuen Merkblatt T 002 der BG Chemie. Nach der neuen Betriebssicherheitsverordnung muß jedes Unternehmen, das Schlauch-leitungen prüft – dazu gehören auch konfektionierende Händler – eine sogenannte „Befähigte Person“ beschäftigten, die eigens für die Aufgabe nachweislich qualifiziert ist. Über solche Fragen hat sich auch der AK „Hydraulikschlauchleitungen“ intensiv Gedanken gemacht. Unter den heutigen Gewährleistungsbedingungen, so AK-Leiter Peter Heit, brauche es ergänzend zum geprüften Fachberater einen Schlauchführerschein für den zertifizierten Schlauchkonfektionär.
Kompetenz statt nur Komponenten
Unter dem Aspekt dieser Sicherheitsfragen gewinnen die engen Verbindungen des Handels zur Industrie, jetzt der Anwender-Industrie, eine neue Dimension. Der Technische Handel, der nicht Komponenten verkauft, sondern Kompetenz, ist als Partner unentbehrlich. HS
Marktpolitische Entwicklungen und technische Innovationen
Rund 60 Teilnehmer bildeten ein beeindruckendes Auditorium, als Fachgruppen-Vorsitzender Wolfgang Luckhart (Ludwigshafen) die Referenten begrüßte, die als Vertreter namhafter Hersteller über marktpolitisch brisante Themen wie über neueste technische Entwicklungen aus dem Bereich Schlauch- und Armaturentechnik informierten.
Eines der marktpolitischen Themen packte Dipl.-Ing. Willi Emde an, Segmentleiter Industrieschläuche der ContiTech, der über die Auswirkungen der Übernahme von PHOENIX durch Continental für den Technischen Handel informierte und versicherte, die eingeführten Marken würden weitergeführt, die gewohnte Betreuung bleibe erhalten oder werde noch verbessert. „Ich verstehe die Übernahme als Chance zu einem gemeinsamen Aufbruch in eine erfolgreiche Zukunft.“
Eine neue Generation von Schnellkupplungen stellte Berthold Waldenmaier (Rectus AG) vor. Angesichts der großen Vielfalt von Kupplungsarmaturen komme der individuellen, fragebogengestützten Ermittlung der Aufgabe eine entscheidende Bedeutung zu: „Die Rahmenbedingungen im Einsatz entscheiden über Ausstattung, Material, O-Ring-Varianten oder Ventil. Nur wenn alle Parameter richtig abgedeckt sind, können wir dem Kunden auch die richtige Lösung anbieten.“
„Spannend“ wurde es beim Vortrag von Wirtsch.-Ing. Michael Zimmermann von ELAFLEX über die „Prüfung des elektrischen Widerstands beim Einsatz von Schläuchen“. Schließlich ist die fachgerechte Ableitung entstehender Spannungen insbesondere in ex-geschützten Bereichen von geradezu vitaler Bedeutung. Die dafür notwendigen Prüfungen sind eine Dienstleistung, mit der der Technische Handel einmal mehr bei seinen Industriekunden offene Türen einlaufen wird. Sein Kollege Ulf Peemöller, Verkaufsleiter ELAFLEX, machte am Beispiel von Messing-TW-Kupplungen auf die Gefahren von Imitaten aus China aufmerksam, die zwar mit der DIN 28450 gekennzeichnet, aber gegossen statt geschmiedet sind, was sich in fehlender Festigkeit und schlechterer Bruchdehnung auswirkt. Und für den Handel in solchen Fällen mit entsprechenden Produkthaftungsrisiken.
Ein Thema mit „Rückenwind“ für die letzte Referentin des Tages, Inge Meister, geschäftsführende Gesellschafterin der Fa. Guttasyn, die von der erfolgreichen PVC-Schlauch-Produktion eines deutschen Mittelständlers berichten konnte. Ein Riechvergleich zwischen zwei fast identisch aussehenden Lebensmittelschläuchen heimischer und fernöstlicher Provenienz überzeugte noch mehr als Worte. Zum Abschluß des Forums beeindruckte Inge Meister mit einem leidenschaftlichen Plädoyer für den Standort Deutschland. „Wir haben als Unternehmer eine soziale Verantwortung gegenüber unserem Land!“ Den Technischen Händlern, die durchweg am Standort Deutschland leben und zum allergrößten Teil auch vom Geschäft an diesem Standort, sprach sie damit aus der Seele.
Foren real und virtuell
Ein Großteil der Arbeit der Fachgruppe wird ja in seinen fünf Arbeitskreisen geleistet, und so nahmen die Berichte dieser AKs auf der Mitgliederversammlung naturgemäß einen breiten Raum ein. Was in Kassel an Diskussionen aus dem Forum nicht mehr zu Ende geführt werden konnte, kann jetzt im weltweiten Netz fortgesetzt werden. Wie Günter Rhodius, Leiter des AK „Homepage und Internet“ berichtete, bietet zwischen den jährlichen realen Foren jetzt auch das virtuelle Internetforum der Fachgruppe die Möglichkeit zum Austausch – ohne Zeitbegrenzung und das ganze Jahr über. Auf dieser Internetseite wird auch der AK „Branchentrends und Marktentwicklung“ „die bisherigen Ergebnisse seiner Lieferantenbefragungen allen Mitgliedern zugänglich machen“, so AK-Leiter Peter Mühlberger.
Fachgruppe „SAT“ wie eine „Gütegemeinschaft“
Auch im zweiten Jahr nach Einführung der gemeinsam mit der BG Chemie durchgeführten Lehrgänge zum „Geprüften Fachberater Schlauch und Armaturentechnik“ konnte Christian Salge, Leiter des AK „Aus- und Weiterbildung“ von ausgebuchten Kursen berichten. Die Schulungen und das damit verbundene Zertifikat sieht Salge als besondere Chance, das Image des Händlers, der nichts weiter tut als Ankaufen, Lagern, Verkaufen, durch das „Kompetenzimage“ zu ersetzen: Vision: die Fachgruppenmitgliedschaft als Gütesiegel nach Art einer „Gütegemeinschaft“
Peter Badners berichtete aus der Arbeit des AK „Sicherer Einsatz von Schlauchleitungen für Chemie und Dampf“. Er befaßte sich vor allem mit dem mittlerweile vorliegenden neuen Merkblatt T 002 der BG Chemie. Nach der neuen Betriebssicherheitsverordnung muß jedes Unternehmen, das Schlauch-leitungen prüft – dazu gehören auch konfektionierende Händler – eine sogenannte „Befähigte Person“ beschäftigten, die eigens für die Aufgabe nachweislich qualifiziert ist. Über solche Fragen hat sich auch der AK „Hydraulikschlauchleitungen“ intensiv Gedanken gemacht. Unter den heutigen Gewährleistungsbedingungen, so AK-Leiter Peter Heit, brauche es ergänzend zum geprüften Fachberater einen Schlauchführerschein für den zertifizierten Schlauchkonfektionär.
Kompetenz statt nur Komponenten
Unter dem Aspekt dieser Sicherheitsfragen gewinnen die engen Verbindungen des Handels zur Industrie, jetzt der Anwender-Industrie, eine neue Dimension. Der Technische Handel, der nicht Komponenten verkauft, sondern Kompetenz, ist als Partner unentbehrlich. HS
Download
- Datei-Download: Klick rechte Maustaste auf den Download-Link, Auswahl "Ziel/Datei speichern unter ", Speicherung.
ZIP-Dateien entpacken Sie bitte durch einen Doppelklick auf die heruntergeladene Datei oder mit Ihrem ZIP-Programm. -
Download: VTH-Fachgruppe „Schlauch- und Armaturentechnik“: Handel mit besten Verbindungen zur Industrie
Name: vth919mv_sat05.doc, Typ: doc, Größe: 28.50 KByte
-
Download: Einig im Urteil über die Standortpolitik
Name: vth919meister-luckhart.jpg, Typ: jpg, Größe: -2 Byte
-
Download: Christian Salge, AK „Aus- und Weiterbildung“
Name: vth919podium.jpg, Typ: jpg, Größe: -2 Byte
-
Download: Große Beteiligung
Name: vth919saal.jpg, Typ: jpg, Größe: -2 Byte

Zum Seitenanfang





















