VTH-Fachgruppe Antriebstechnik: Lieferanten mit im Boot (VTH 833)
Das „Forum Antriebstechnik“ umrahmte die eigentliche Mitgliederversammlung und machte sie erneut zu einem „Tag der Begegnung und des Dialogs zwischen Lieferanten und Fachhändlern antriebstechnischer Produkte“. Begegnungen, die künftig zumindest teilweise einen anderen Charakter haben werden. Denn die wichtigste Botschaft der diesjährigen Mitgliederversammlung war: Wir holen die Lieferanten mit ins Boot. Aus Gästen werden Mitstreiter – im offiziellen „Lieferantenkreis“.
Im Rahmen der Bemühungen, wichtige Lieferanten in die Arbeit der Fachgruppe einzubinden, wurden zunächst die „Richtlinien zur Aufnahme von Herstellern in den Lieferantenkreis“ erarbeitetet. Nach eingehender Diskussion wurde eine Liste von 23 Industrieunternehmen verabschiedet, die zur Mitarbeit im Lieferantenkreis eingeladen werden. Zur besseren Vorbereitung künftiger gemeinsamer Aktivitäten wurde ein Lenkungsausschuß gebildet, dem neben dem Fachgruppenvorstand bis zu drei weitere Fachgruppenmitglieder und fünf Vertreter namhafter Hersteller aus dem Bereich Antriebstechnik angehören.
„Geprüfter Fachberater für Antriebstechnik“?
Ausgebaut werden soll das Schulungskonzept der Fachgruppe. Nach den guten Erfahrungen mit den bisherigen „Zahnriementagen“ soll auch 2005 ein „Zahnriementag“ für die mit dem Verkauf betrauten Mitarbeiter stattfinden, ergänzt durch einen Zahnriemen-Workshop für Entscheider im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung. Nach dem Vorbild der Fachgruppen „PSA“ und „SAT“ will auch die Fachgruppe Antriebstechnik einen Lehrgang zum „Geprüften Fachberater für Antriebstechnik“ installieren. Nur könnten statt der Berufsgenossenschaften Partner aus dem VDMA oder der IHK zur Erarbeitung des Schulungskonzepts gewonnen werden. Wenn die unternehmensindividuellen Schulungsprogramme der wichtigen Lieferanten antriebstechnischer Produkte als Bausteine im Schulungskonzept anerkannt würden, wären ggf. nur noch ergänzende Schulungen durch den VTH erforderlich.
Präsentation im Internet
Beschlossen wurde des weiteren eine Überarbeitung der Homepage der Fachgruppe „Antriebstechnik“ analog der Homepage der Kollegen von der Schlauch- und Armaturentechnik. Interessant sind dabei die zusätzlichen Funktionen vor allem im internen Bereich. So könnte für die Antriebstechniker zum Beispiel eine Datenbank der bei Händlern vorhandenen Zwischenlängen von Keilriemen eingerichtet werden, dito ein „Schwarzes Brett“ zur Suche nach diesen „Exoten“, etwa mit automatischer Weiterleitung der entsprechenden eMail an alle Fachgruppenmitglieder.
Dienstleistung rund um die Uhr
Neben diesen Dienstleistungen für Fachgruppenmitglieder ging es auch um Dienstleistungen von Fachgruppenmitgliedern, nämlich die Unterhaltung eines Notdienstes. Um einen besseren Überblick zu gewinnen, will die Fachgruppe eine Umfrage zur Notdienstbereitschaft und ihrem Umfang durchführen. Ziel: Die Lieferanten sollen im Bedarfsfall einen bei ihnen anfragenden Endkunden an einen ortsnahen Händler mit Notdienst verweisen können.
Antriebs-Forum: Information und Kommunikation
Vom kommunikativen Arbeitsessen an Stehtischen am Vorabend und die begleitende Tischmesse bis zum attraktives Programm mit Workshops und Vorträgen über neue Entwicklungen war alles auf Kommunikation und Information eingestellt. Dabei spannte sich der Bogen von Marketingkonzepten bis zu technischen Innovationen oder Sonderentwicklungen.
„Auf und wech mit ContiTech“
„Antriebstechnik unter Grenzbelastungen“ war das Thema von Dipl.-Ing. (FH) Dirk Bartsch-Kuszewski, Anwendungstechnik ContiTech Antriebssysteme (Hannover). Sein Beispiel, die Dolmette, das neueste Motorrad des Kult-Comic-Zeichners Rötger Feldmann, die von ContiTech-Hochleistungszahnriemen angetrieben wird. Elf CONTI SYNCHROTWIN®-Doppelzahnriemen laufen in mehreren Stufen serpentinenförmig zwischen 24 anarchisch zündenden Zwei-takt-Kettensägenmotoren. Sie sollen das Monster-Motorrad auf mehr als 200 km/h bringen – nach der Werner-Devise „Gemeinsam versägen wir alles“.
Design des optimalen Lösungswegs
Wie man die Kraft der 24 Motoren auf eine Welle bringen könnte, das stellte Rudolf Neumayer, Leiter Anwendungstechnik der Henkel Loctite Deutschland GmbH (Garching), in seinem Vortrag „Die geklebte Welle-Nabe-Verbindung“ dar. Er stellte zunächst die traditionellen mechanischen Füge-Methoden vor. Im Vergleich dazu überzeugen die geklebten Verbindungen mit anaeroben Klebstoffen durch ein Reihe von Vorteilen – auch bei Reparaturen. Das Programm ret:calcplus gibt Entscheidungshilfe beim Design der besten Lösung.
Weg von Insellösungen
„Endorsia – Nutzung als Einkaufs- und Verkaufsshop“ war das Thema von Norbert Winkler, Dipl.-Kfm. Thomas Schlichting, Fa. INA-Schaeffler KG (Herzogenaurach): Endorsia ist ein Zusammenschluß führender Industrieunternehmen und bietet ein globales elektronisches Netzwerk für Hersteller von Industrie-Markenprodukten und ihren Vertriebspartnern. Diese können Endorsia als Shop zu den Endkunden nutzen – der Austausch von Informationen und Handelstransaktionen ist für alle einfacher und kostengünstiger.
Kupplungen als Geräte nach ATEX
Guido Sandkötter, Leiter Verkauf Inland der KTR Kupplungstechnik GmbH (Rheine), präsentierte „die ATEX-Norm als eine Chance, neue Märkte zu öffnen“. Nachdem Kupplungen nach dieser Norm nicht mehr als Komponenten, sondern als Geräte eingeordnet sind, gilt auch für sie die ATEX. Diese europäische Richtlinie soll Ingenieuren helfen, das Explosionsrisiko in Anlagen zu bewerten. In seinem zweiten Vortrag informierte der Referent über ein Berechnungsprogramm für Antriebstechnik, das unter www.kupplungen.de Orientierungs- und Entscheidungshilfe gibt bei Fragen wie: Wie müssen antriebstechnische Lösungen dimensioniert sei, um ihre Aufgabe im konkreten Anwendungsfall zu erfüllen? Welche Kupplungstypen werden gebraucht, was ist zu beachten?
Gemeinsam in die Pole Position
Jürgen Blum, Leiter Technische Beratung der SKF GmbH (Schweinfurt), stellte seinen Vortrag unter die Überschrift „Vorsprung durch Technik – Sie und Ihr Partner SKF“. Anhand der fast 50jährigen Partnerschaft mit Ferrari und anderen Beispielen konnte er eingängig darlegen, wie die Verknüpfung innovativer Technologien beide Seiten in eine Pole Position bringt. Sein Kollege Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch. Ing. Christian Gill, SKF-Manager für Geschäftsentwicklung und Verkauf, stellte unter dem Titel „Certified Maintenance Partner – eine Partnerschaft, die sich für beide Seiten rechnet“ das Konzept einer bedarfsgerechten Instandhaltungsstrategie zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit bei den Endkunden vor. Die Kombination aus den hochwertigen Produkten einer starken Marke mit Premium-Dienstleistungen starker Partner im Bereich Engineering und Planung, zum Beispiel in Form eines „Schmierstoffmanagements“, reduziert nicht nur Kosten und Folgekosten, sondern trägt auch dazu bei, den Lebenszyklus von Wälzlagern dem der Anlage anzunähern.
Zug durch die Zugstränge
Dr. Heribert Quante, Leiter Materialentwicklung der Arntz Optibelt GmbH (Höxter) gab als Hilfestellung für die optimale Anwendung von Antriebsriemen einen Überblick über die verschiedenen Festigkeitsträger wie „Aramid-, Carbonfaser-, Glasfaser-, Polyamid- und Polyester-Cord“ und ihre Eigenschaften. Optibelt sieht seine Aufgabe u.a. darin, neue Werkstoffe zu entwickeln oder bestehende nach kundenspezifischen Anforderungen so zu modifizieren, daß für den Kunden optimale Antriebslösungen herauskommen.
Und um die geht es schließlich allen Beteiligten der Darmstädter Veranstaltung. HS
Im Rahmen der Bemühungen, wichtige Lieferanten in die Arbeit der Fachgruppe einzubinden, wurden zunächst die „Richtlinien zur Aufnahme von Herstellern in den Lieferantenkreis“ erarbeitetet. Nach eingehender Diskussion wurde eine Liste von 23 Industrieunternehmen verabschiedet, die zur Mitarbeit im Lieferantenkreis eingeladen werden. Zur besseren Vorbereitung künftiger gemeinsamer Aktivitäten wurde ein Lenkungsausschuß gebildet, dem neben dem Fachgruppenvorstand bis zu drei weitere Fachgruppenmitglieder und fünf Vertreter namhafter Hersteller aus dem Bereich Antriebstechnik angehören.
„Geprüfter Fachberater für Antriebstechnik“?
Ausgebaut werden soll das Schulungskonzept der Fachgruppe. Nach den guten Erfahrungen mit den bisherigen „Zahnriementagen“ soll auch 2005 ein „Zahnriementag“ für die mit dem Verkauf betrauten Mitarbeiter stattfinden, ergänzt durch einen Zahnriemen-Workshop für Entscheider im Rahmen der nächsten Mitgliederversammlung. Nach dem Vorbild der Fachgruppen „PSA“ und „SAT“ will auch die Fachgruppe Antriebstechnik einen Lehrgang zum „Geprüften Fachberater für Antriebstechnik“ installieren. Nur könnten statt der Berufsgenossenschaften Partner aus dem VDMA oder der IHK zur Erarbeitung des Schulungskonzepts gewonnen werden. Wenn die unternehmensindividuellen Schulungsprogramme der wichtigen Lieferanten antriebstechnischer Produkte als Bausteine im Schulungskonzept anerkannt würden, wären ggf. nur noch ergänzende Schulungen durch den VTH erforderlich.
Präsentation im Internet
Beschlossen wurde des weiteren eine Überarbeitung der Homepage der Fachgruppe „Antriebstechnik“ analog der Homepage der Kollegen von der Schlauch- und Armaturentechnik. Interessant sind dabei die zusätzlichen Funktionen vor allem im internen Bereich. So könnte für die Antriebstechniker zum Beispiel eine Datenbank der bei Händlern vorhandenen Zwischenlängen von Keilriemen eingerichtet werden, dito ein „Schwarzes Brett“ zur Suche nach diesen „Exoten“, etwa mit automatischer Weiterleitung der entsprechenden eMail an alle Fachgruppenmitglieder.
Dienstleistung rund um die Uhr
Neben diesen Dienstleistungen für Fachgruppenmitglieder ging es auch um Dienstleistungen von Fachgruppenmitgliedern, nämlich die Unterhaltung eines Notdienstes. Um einen besseren Überblick zu gewinnen, will die Fachgruppe eine Umfrage zur Notdienstbereitschaft und ihrem Umfang durchführen. Ziel: Die Lieferanten sollen im Bedarfsfall einen bei ihnen anfragenden Endkunden an einen ortsnahen Händler mit Notdienst verweisen können.
Antriebs-Forum: Information und Kommunikation
Vom kommunikativen Arbeitsessen an Stehtischen am Vorabend und die begleitende Tischmesse bis zum attraktives Programm mit Workshops und Vorträgen über neue Entwicklungen war alles auf Kommunikation und Information eingestellt. Dabei spannte sich der Bogen von Marketingkonzepten bis zu technischen Innovationen oder Sonderentwicklungen.
„Auf und wech mit ContiTech“
„Antriebstechnik unter Grenzbelastungen“ war das Thema von Dipl.-Ing. (FH) Dirk Bartsch-Kuszewski, Anwendungstechnik ContiTech Antriebssysteme (Hannover). Sein Beispiel, die Dolmette, das neueste Motorrad des Kult-Comic-Zeichners Rötger Feldmann, die von ContiTech-Hochleistungszahnriemen angetrieben wird. Elf CONTI SYNCHROTWIN®-Doppelzahnriemen laufen in mehreren Stufen serpentinenförmig zwischen 24 anarchisch zündenden Zwei-takt-Kettensägenmotoren. Sie sollen das Monster-Motorrad auf mehr als 200 km/h bringen – nach der Werner-Devise „Gemeinsam versägen wir alles“.
Design des optimalen Lösungswegs
Wie man die Kraft der 24 Motoren auf eine Welle bringen könnte, das stellte Rudolf Neumayer, Leiter Anwendungstechnik der Henkel Loctite Deutschland GmbH (Garching), in seinem Vortrag „Die geklebte Welle-Nabe-Verbindung“ dar. Er stellte zunächst die traditionellen mechanischen Füge-Methoden vor. Im Vergleich dazu überzeugen die geklebten Verbindungen mit anaeroben Klebstoffen durch ein Reihe von Vorteilen – auch bei Reparaturen. Das Programm ret:calcplus gibt Entscheidungshilfe beim Design der besten Lösung.
Weg von Insellösungen
„Endorsia – Nutzung als Einkaufs- und Verkaufsshop“ war das Thema von Norbert Winkler, Dipl.-Kfm. Thomas Schlichting, Fa. INA-Schaeffler KG (Herzogenaurach): Endorsia ist ein Zusammenschluß führender Industrieunternehmen und bietet ein globales elektronisches Netzwerk für Hersteller von Industrie-Markenprodukten und ihren Vertriebspartnern. Diese können Endorsia als Shop zu den Endkunden nutzen – der Austausch von Informationen und Handelstransaktionen ist für alle einfacher und kostengünstiger.
Kupplungen als Geräte nach ATEX
Guido Sandkötter, Leiter Verkauf Inland der KTR Kupplungstechnik GmbH (Rheine), präsentierte „die ATEX-Norm als eine Chance, neue Märkte zu öffnen“. Nachdem Kupplungen nach dieser Norm nicht mehr als Komponenten, sondern als Geräte eingeordnet sind, gilt auch für sie die ATEX. Diese europäische Richtlinie soll Ingenieuren helfen, das Explosionsrisiko in Anlagen zu bewerten. In seinem zweiten Vortrag informierte der Referent über ein Berechnungsprogramm für Antriebstechnik, das unter www.kupplungen.de Orientierungs- und Entscheidungshilfe gibt bei Fragen wie: Wie müssen antriebstechnische Lösungen dimensioniert sei, um ihre Aufgabe im konkreten Anwendungsfall zu erfüllen? Welche Kupplungstypen werden gebraucht, was ist zu beachten?
Gemeinsam in die Pole Position
Jürgen Blum, Leiter Technische Beratung der SKF GmbH (Schweinfurt), stellte seinen Vortrag unter die Überschrift „Vorsprung durch Technik – Sie und Ihr Partner SKF“. Anhand der fast 50jährigen Partnerschaft mit Ferrari und anderen Beispielen konnte er eingängig darlegen, wie die Verknüpfung innovativer Technologien beide Seiten in eine Pole Position bringt. Sein Kollege Dr.-Ing. Dipl.-Wirtsch. Ing. Christian Gill, SKF-Manager für Geschäftsentwicklung und Verkauf, stellte unter dem Titel „Certified Maintenance Partner – eine Partnerschaft, die sich für beide Seiten rechnet“ das Konzept einer bedarfsgerechten Instandhaltungsstrategie zur Steigerung der Anlagenverfügbarkeit bei den Endkunden vor. Die Kombination aus den hochwertigen Produkten einer starken Marke mit Premium-Dienstleistungen starker Partner im Bereich Engineering und Planung, zum Beispiel in Form eines „Schmierstoffmanagements“, reduziert nicht nur Kosten und Folgekosten, sondern trägt auch dazu bei, den Lebenszyklus von Wälzlagern dem der Anlage anzunähern.
Zug durch die Zugstränge
Dr. Heribert Quante, Leiter Materialentwicklung der Arntz Optibelt GmbH (Höxter) gab als Hilfestellung für die optimale Anwendung von Antriebsriemen einen Überblick über die verschiedenen Festigkeitsträger wie „Aramid-, Carbonfaser-, Glasfaser-, Polyamid- und Polyester-Cord“ und ihre Eigenschaften. Optibelt sieht seine Aufgabe u.a. darin, neue Werkstoffe zu entwickeln oder bestehende nach kundenspezifischen Anforderungen so zu modifizieren, daß für den Kunden optimale Antriebslösungen herauskommen.
Und um die geht es schließlich allen Beteiligten der Darmstädter Veranstaltung. HS
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