
„Technische Anleitung“ klingt wie ein gut gemeinter Ratschlag, tatsächlich ist das Regelwerk hochkomplex und hat einen absolut bindenden Charakter. Die Grenzwerte allgemeiner Emissionen und zulässiger Immissionen wurden drastisch gesenkt. Immissionswerte werden nicht mehr flächenbezogen bemessen, sondern punktuell ermittelt, was automatisch zu höheren Werten führt. Im Kontext mit kritischen Medien wie Staub, Benzol usw. werden hochwertige Dichtungsmaterialien als Basis für Dichtelemente in Flanschverbindungen und zur Abdichtung von Spindeldurchführungen in Absperr- und Regelorganen eingefordert. Was im Einzelnen mit „hochwertig“ gemeint ist, lässt sich wiederum unter den Anforderungen zur Einhaltung von Leckagegrenzwerten nachlesen. Die Richtlinien VDI 2200 und VDI 2440 geben Hilfestellung bei der Auswahl von Dichtelementen. Durch die TA Luft wurde das Prü-fungsverfahren nach Beantragung einer Änderungsgenehmigung auf die gesamte Anlage und sämtliche Verfahrensschritte ausgeweitet. Dichtungen, die z. B. in Raffinerien oder in den Pipelines der Petrochemie eingesetzt werden, müssen extreme Anforderungen in Sachen Hitzebeständigkeit erfüllen. Brandschutz ist hier das oberste Gebot.